Clostridium perfringens

Clostridium perfringens ist häufig Verursacher von lebensmittelbedingten Erkrankungen und kann Lebensmittelinfektionen (Toxikoinfektion) verursachen.

Die Erkrankung kommt erst zustande, wenn sich Clostridium perfringens im Lebensmittel vermehrt hat und dieses verzehrt wird. Als Folge bildet Clostridium perfringens im Darm Toxine, die die Krankheitssymptome verursachen.

Besonderheiten

  • Heftige Bauchschmerzen und Durchfälle werden fast ausschließlich durch Toxine von Clostridium perfringens Typ A verursacht
    Diese Form der Diarrhoe gehört zu den häufigen durch Lebensmittel verursachten Erkrankungen
  • Clostridium perfringens Typ C kann nach Aufnahme über kontaminierte Lebensmittel (ungenügend gegartes Schweinefleisch) Ursache einer nekrotisierenden Enteritis
    („Darmbrand“) mit hoher Mortalitätsrate sein

Vorkommen

Erdboden, Verdauungstrakt von Mensch und Tieren

Betroffene Lebensmittel

rotes Fleisch, Geflügel, Fleischerzeugnisse, Tiefkühl-Fleisch, gekochtes Fleisch

Gefährdete Personen

Neugeborene, Ältere, Schwangere, Immungeschwächte

Krankheitssymptome

Durchfall, Bauchschmerzen

Minimal infektiöse Dosis

> 106 Keime/g Lebensmittel

Inkubationszeit

2h – 6 Tage

Krankheitsdauer

1 Tag, in der Regel gutartiger Verlauf

Vermehrungstemperatur

15°C – 45°C

Minimaler pH-Wert

5,0

Minimaler aw-Wert

0,95

Sauerstoffanspruch

anaerob (aerotolerant)

Tipps

Bild Clostridium perfringens
  • Fleischspeisen nach dem Erhitzen unmittelbar servieren
  • Speisereste kühlen, vegetative Zellen von Clostridium perfringens sind nicht sehr tolerant gegenüber Kälte
  • Aufzuwärmende Gerichte genügend erhitzen (Kerntemperatur > 70°C, mind. 2 min.), damit vegetative Zellen inaktiviert werden

Weiterführende Links:

www.bfr.bund.de
www.efsa.europa.eu